Wenn das Erdgasförder-Unternehmen Gazprom künftig weitere Bohrtürme in Sibirien aufbaut, werden die dazugehörigen Hallen mit Anlagen aus Menden im Sauerland beheizt. Das Unternehmen IWE GmbH Industriewärmetechnik und Elektrotechnik, hat den Auftrag bekommen.

In der Tundra werden die mobilen Heizsysteme, die IWE speziell für diesen Auftrag umgebaut hat, künftig neben den großen Bohrtürmen stehen und die Werkshallen beheizen.
„Unsere Heizanlagen sind in leicht veränderte Seecontainer gebaut”, erklärt Andre´ Klüver. Sie haben eine Hitzeleistung von 500 Kilowatt (Einfamilienhaus: rund 35 Kilowatt), werden mit Storm und Öl betrieben und lassen sich jederzeit an einen anderen Ort transportieren. „Das ist wichtig, denn die Orte der Bohrungen wechseln häufig”, erzählt Frank Kreutz.
Vor Ort ziehen die Anlagen die minus 45 Grad Celsius kalte Außenluft an, heizen diese auf plus zehn Grad Celsius auf und pusten sie in die Werkshallen. „Und zehn Grad sind für die Bohrturm-Mitarbeiter schon richtig muckelig warm”, so Klüver. 16 Containereinheiten werden nach Russland geliefert. In den Containern sind die deutschen Worte „Heizen” und „Brennerbetrieb” ins Kyrillische übertragen.